
Es ist verlockend, die dampfende E-Zigarette als die harmlose Schwester der Zigarette zu sehen – weniger Geruch, kein Rauch, vermeintlich sauberer. Doch hinter dem süßlichen Nebel stecken Substanzen, die Lungenärzte und Gesundheitsinstitute wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zunehmend alarmieren. Dieser Artikel zeigt, was Studien wirklich über die Gesundheitsrisiken von Vapes sagen, welche Schäden nachweisbar sind und warum auch nikotinfreie Varianten keine Entwarnung bedeuten.
Erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen: um den Faktor 1,3 (laut Studien) ·
Nikotingehalt in Liquids: max. 20 mg/ml (EU-weite Grenze) ·
Enthaltene Schadstoffe: u.a. Formaldehyd, Acrolein, Nitrosamine ·
Einschätzung des BfR: E-Zigaretten sind alles andere als harmlos
Kurzüberblick
- Vapes enthalten schädliche Substanzen und reizen die Atemwege (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München))
- Nikotin belastet Herz und Kreislauf nachweislich (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München))
- Vapes können Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen verursachen (AOK Sachsen-Anhalt (Gesundheitskasse))
- Langzeitfolgen nach Jahren des Konsums sind nicht vollständig erforscht (Apotheken Umschau (Gesundheitsportal der Apotheken))
- Ob nikotinfreie Vapes tatsächlich harmlos sind, bleibt fraglich (DocMorris (Apotheken- und Gesundheitsportal))
- Studien über 3,5 Jahre zeigen noch keine Lungenvolumenminderung bei jungen Nutzern (Innocigs (Branchenportal, tier-3-Quelle))
- Akute Schäden an Gefäßen sind bereits nach einmaligem Dampfen messbar (Gelbe Liste (Fachinformationsdienst für Arzneimittel))
- Lungenmediziner fordern ein Aromen-Verbot, um Jugendkonsum zu senken
- EU-Kommission prüft schärfere Regulierung von Einweg-Vapes
| Merkmal | Wert / Fakt | Quelle |
|---|---|---|
| Nikotingehalt (max.) | 20 mg/ml | Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München) |
| Züge pro Einweg-Vape | ca. 600 | Herstellerangaben |
| Enthaltene Schadstoffe (bekannte) | mindestens 31 | Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München) |
| Risikoerhöhung Atemwegserkrankungen | Faktor 1,3 | AOK Sachsen-Anhalt (Gesundheitskasse) |
| Krebserregende Stoffe nachgewiesen? | Ja (Formaldehyd, Nitrosamine) | Apotheken Umschau (Gesundheitsportal der Apotheken) |
| Akute Gefäßfunktionsstörung | Ja, auch ohne Nikotin | Gelbe Liste (Fachinformationsdienst für Arzneimittel) |
Wie schädlich sind Vapes?
Allgemeines Risikoprofil von E-Zigaretten
- Der Dampf von E-Zigaretten reizt die Atemwege und löst Entzündungen aus, ganz ähnlich wie Tabakrauch (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München)).
- Enthaltene Schadstoffe wie Formaldehyd, Acrolein und Nitrosamine entstehen beim Erhitzen der Liquids – und sind als krebserregend eingestuft (Apotheken Umschau (Gesundheitsportal der Apotheken)).
- Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt: E-Zigaretten sind alles andere als harmlos.
Das Tückische an Vapes: Sie sehen modern aus, riechen nach Kaugummi und werden oft als Einstiegsdroge für Jugendliche unterschätzt. Dabei stecken in den Liquids weit mehr als nur Nikotin.
Das BfR und das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) stellen klar: Die gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten sind real. Wer glaubt, mit dem Umstieg auf Vapes alles richtig zu machen, ersetzt eine Gefahr durch eine andere – nur mit anderem Etikett.
Warum Vapes nicht als harmlos gelten
- Selbst nikotinfreie Liquids enthalten Aromastoffe und Trägerstoffe wie Propylenglykol, die beim Erhitzen reizende und potenziell schädliche Verbindungen bilden (DocMorris (Apotheken- und Gesundheitsportal)).
- Eine Studie des DZHK zeigt, dass E-Zigaretten oxidativen Stress in Gefäßen, Lunge und Gehirn über das NOX-2-Enzym auslösen – unabhängig vom Nikotingehalt (DZHK (Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, tier-1-Institut)).
- Bis zu 97 % der Studienteilnehmer zu E-Zigaretten-Risiken rauchten auch Tabak – das erschwert die Isolierung reiner Vape-Schäden (Apotheken Umschau (Gesundheitsportal der Apotheken)).
Was dies bedeutet: Der Mangel an sauberen Langzeitstudien ist kein Freibrief. Akute Schäden sind belegt, und die Forschung zu chronischen Folgen steht erst am Anfang.
Ist Vape schädlicher als normale Zigaretten?
Vergleich der Schadstoffbelastung
Vier Bereiche, ein klares Muster: In puncto Schadstoffvielfalt schneiden Zigaretten schlechter ab – doch Vapes holen mit spezifischen Risiken auf.
| Kriterium | Tabakzigaretten | E-Zigaretten / Vapes | Quelle |
|---|---|---|---|
| Verbrennung / Erhitzung | Ja (800–900 °C) | Erhitzung (100–250 °C) | Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München) |
| Anzahl Schadstoffe | ~7.000 (davon 70 krebserregend) | mindestens 31 nachgewiesen | Apotheken Umschau (Gesundheitsportal der Apotheken) |
| Teer | Ja, stark krebserregend | Nein, kein Teer im klassischen Sinne | Fachliteratur |
| Formaldehyd (beim Erhitzen) | Ja | Ja, insbesondere bei hoher Spannung | AOK Sachsen-Anhalt (Gesundheitskasse) |
| Akute Gefäßschädigung | Ja | Ja, bereits nach einer Dampfsession | Gelbe Liste (Fachinformationsdienst für Arzneimittel) |
| Risiko für COPD | Erhöht (Faktor 4–6) | Erhöht um Faktor 1,3 | AOK Sachsen-Anhalt (Gesundheitskasse) |
Der Trade-off: E-Zigaretten sind weniger toxisch als Tabakzigaretten – das bestätigt auch das DZHK. Aber weniger toxisch heißt nicht gesund. Wer als Raucher auf Vapes umsteigt, reduziert sein Risiko, eliminiert es nicht.
Risikovergleich: Krebs, Herz-Kreislauf, Lunge
- Das DZHK weist nach, dass E-Zigaretten oxidativen Stress in Lunge und Herz auslösen, was Entzündungen und langfristig Arteriosklerose fördert (DZHK (Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, tier-1-Institut)).
- Laut einer Analyse der Apotheken Umschau sind E-Zigaretten wahrscheinlich krebserregend und fördern Lungen- und Mundhöhlenkrebs (Apotheken Umschau (Gesundheitsportal der Apotheken)).
- Vapes erhöhen das Risiko für chronische Bronchitis, Asthma und COPD um den Faktor 1,3 (AOK Sachsen-Anhalt (Gesundheitskasse)).
Die Implikation: Egal ob Zigarette oder Vape – beide erhöhen das Risiko für schwere chronische Krankheiten. Der Unterschied ist graduell, nicht grundsätzlich.
Einweg-Vapes vs. Zigaretten
- Einweg-Vapes (zehn–zwölftausend Züge) sind oft günstiger als Zigaretten, aber nicht ungefährlicher.
- In Tabakerhitzern wurden Metalle wie Zink, Blei und Chrom nachgewiesen, die oxidativen Stress verursachen (AOK Sachsen-Anhalt (Gesundheitskasse)).
- Einweg-Vapes haben meist die maximal erlaubten 20 mg/ml Nikotin – das entspricht der Nikotinmenge von etwa 20 Zigaretten pro Gerät.
Der Implikation: Einweg-Vapes sind die unkontrollierteste Form – hohe Nikotindosis, wenig Transparenz bei Inhaltsstoffen, und sie landen als Elektroschrott in der Umwelt.
Kann sich die Lunge vom Vapen erholen?
Akute Schädigung der Lunge durch Vapes
- Vape-Konsum kann akute Entzündungen der Atemwege auslösen – Lungenärzte berichten von Fällen einer sogenannten „Vape-Lunge“ (EVALI) (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München)).
- Studien zeigen, dass E-Zigaretten-Aerosole die Lungenfunktion kurzfristig beeinträchtigen und Husten sowie Atemnot verursachen können.
- Das DZHK belegt, dass der oxidative Stress durch Vapes die Lungenzellen schädigt (DZHK (Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, tier-1-Institut)).
Lungenärzte in Deutschland sehen zunehmend unklare Lungenschäden bei jungen Patienten, die nie geraucht, aber regelmäßig gedampft haben. Die Regeneration ist möglich – aber nicht garantiert, wenn das Gewebe erst einmal vernarbt ist.
Regenerationsfähigkeit nach dem Dampfen
- Die Lunge hat eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Selbstreinigung: Nach dem Aufhören mit dem Dampfen können sich Flimmerhärchen erholen und Entzündungen abklingen.
- Bleibende Schäden wie Narbengewebe (Fibrose) sind jedoch möglich, insbesondere bei langjährigem Konsum.
- Eine Langzeitstudie über 3,5 Jahre bei jungen Nutzern ohne Tabakhintergrund zeigte keine Lungenvolumenverminderung oder erhöhte Entzündungsmarker (Innocigs (Branchenportal, tier-3-Quelle)).
Die Einschränkung: Diese Studie stammt aus der Branche und hat eine kurze Laufzeit. Ob die Lunge nach jahrelangem Vape-Konsum wirklich vollständig regeneriert, ist wissenschaftlich nicht geklärt.
Was passiert im Körper beim Umstieg vom Rauchen auf Dampfen?
- Umsteiger berichten oft von weniger Husten und besserem Geschmackssinn – das liegt am Wegfall von Teer und 7.000 Verbrennungsprodukten.
- Gleichzeitig bleibt die Nikotinbelastung bestehen, und die Gefäßfunktion verbessert sich nur marginal (Gelbe Liste (Fachinformationsdienst für Arzneimittel)).
- Das DZHK betont: Die langfristigen Auswirkungen des Umstiegs sind nicht abschließend bewertet (DZHK (Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, tier-1-Institut)).
Das Fazit: Das DZHK stellt klar: Die langfristigen Effekte des Umstiegs sind nicht abschließend erforscht – eine vollständige Erholung der Lunge ist bei Dauerkonsum unsicher.
Wie schädlich sind Vapes mit Nikotin?
Nikotinabhängigkeit und gesundheitliche Folgen
- Nikotin ist eine der süchtigsten Substanzen überhaupt – es aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn und führt schnell zur Abhängigkeit (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München)).
- Nikotin belastet das Herz-Kreislauf-System: Es erhöht Herzfrequenz und Blutdruck und kann zu Arteriosklerose führen (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München)).
- Jugendliche sind besonders gefährdet: Nikotin schädigt das sich entwickelnde Gehirn und macht anfälliger für andere Süchte.
Inhaltsstoffe in Liquids: Aromen, Trägerstoffe, Schadstoffe
- E-Zigaretten-Aerosole enthalten Nikotin, Aromastoffe, Propylenglykol und pflanzliches Glycerin sowie unregulierte Zusatzstoffe (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München)).
- Aromastoffe wie Diacetyl (Buttergeschmack) können schwere Lungenschäden (Bronchiolitis obliterans) verursachen.
- Die EU-weite Grenze von 20 mg/ml Nikotin in Liquids soll die Suchtwirkung begrenzen – doch viele Einweg-Vapes erreichen diesen Wert.
Gefährliche Chemikalien beim Erhitzen
- Beim Erhitzen von Propylenglykol und Glycerin entstehen krebserzeugende Carbonylverbindungen wie Formaldehyd und Acetaldehyd (Apotheken Umschau (Gesundheitsportal der Apotheken)).
- Je höher die Spannung (Volt) des Geräts, desto mehr Formaldehyd wird freigesetzt – bei manchen Einstellungen sind die Werte vergleichbar mit Zigarettenrauch (AOK Sachsen-Anhalt (Gesundheitskasse)).
- Metallpartikel aus der Heizspule (Nickel, Chrom) gelangen in das Aerosol und können in der Lunge Entzündungen fördern.
Was dies bedeutet: Die scheinbare Reinheit des Dampfes ist eine Illusion. Der Erhitzungsprozess erzeugt eine eigene Chemie, die der Wissenschaft noch viele Rätsel aufgibt.
Wie viele Züge Vape sind schädlich?
Ist eine bestimmte Anzahl von Zügen unbedenklich?
- Es gibt keine unbedenkliche Menge an Vape-Konsum – jede Dampfsession setzt Schadstoffe frei.
- Die Nikotinaufnahme hängt von der Konzentration (mg/ml) und der Zugtechnik ab (lange, tiefe Züge vs. kurze).
- Einweg-Vapes mit 20 mg/ml Nikotin entsprechen etwa 20 Zigaretten pro Gerät (ca. 600 Züge).
Richtwerte für den Nikotinkonsum
- Die EU-weite Höchstgrenze von 20 mg/ml Nikotin in Liquids dient als Schutz, nicht als Freigabe für unbegrenzten Konsum.
- Für einen durchschnittlichen Erwachsenen gelten 10–20 mg Nikotin pro Tag als mäßiger Konsum – eine Einweg-Vape kann diese Menge bereits an einem Tag liefern.
- Jugendliche und Nichtraucher sollten den Nikotingehalt so niedrig wie möglich wählen – idealerweise 0 mg/ml.
Sind 20, 100 oder 300 Züge pro Tag viel?
- 20 Züge: entspricht etwa einer Zigarette – für einen Gelegenheitsdampfer moderat, aber nicht ohne Risiko.
- 100 Züge: das entspricht einem Konsum von etwa 5 Zigaretten – bereits ein deutliches Suchtsignal.
- 300 Züge: das ist Hochkonsum, vergleichbar mit einer Schachtel Zigaretten oder mehr.
Der Haken: Die Nikotinaufnahme pro Zug variiert stark. Wer an einem Gerät mit 20 mg/ml und hoher Leistung dampft, kann in 100 Zügen die gleiche Nikotinmenge aufnehmen wie ein Kettenraucher an einer ganzen Packung.
Was sagen Lungenärzte zu Vapes?
Warnungen von Lungenärzten
- Lungenärzte in Deutschland raten einhellig vom Konsum von E-Zigaretten ab – unabhängig vom Nikotingehalt.
- Der Berufsverband der Lungenärzte (BdP) fordert ein Verbot von Aromen in Liquids, um die Attraktivität für Jugendliche zu senken.
- Pneumologen berichten von einer steigenden Zahl junger Patienten mit Atemwegsentzündungen, die ausschließlich dampfen (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München)).
„E-Zigaretten sind keine harmlosen Lifestyle-Produkte, denn sie können Jugendlichen den Einstieg in einen langfristigen Nikotinkonsum erleichtern.“
— Lungenliga Schweiz
„Wir sehen zunehmend Atemwegsentzündungen und unklare Lungenschäden bei jungen Vape-Konsumenten, die nie geraucht haben.“
— Lungenarzt (exemplarische Stimme aus der Praxis)
„E-Zigaretten sind weniger toxisch als Tabakzigaretten – aber sie sind keine gesunde Alternative.“
— Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)
„E-Zigaretten sind alles andere als harmlos.“
— Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Gibt es Vapes, die nicht schädlich sind?
- Die kurze Antwort: Nein. Auch nikotinfreie Vapes enthalten Aromen und Trägerstoffe, die beim Erhitzen reizende Verbindungen bilden (DocMorris (Apotheken- und Gesundheitsportal)).
- Das DZHK hat nachgewiesen, dass E-Zigaretten mit und ohne Nikotin die Gefäßfunktion akut beeinträchtigen (Gelbe Liste (Fachinformationsdienst für Arzneimittel)).
- Hersteller werben mit „ohne Nikotin“ oder „Vitamin-Vapes“ – doch diese Zusätze sind nicht reguliert und oft bedenklich.
Fazit: Sollte man dampfen?
- Die sicherste Option für die Gesundheit ist der vollständige Verzicht auf Rauchen und Dampfen.
- Für Raucher, die nicht aufhören können oder wollen, kann der Umstieg auf E-Zigaretten das Risiko senken – aber nicht auf null.
- Nichtraucher, insbesondere Jugendliche, sollten niemals mit dem Dampfen beginnen.
Für den deutschen Verbraucher, der zwischen Neugier und Vorsicht schwankt, ist die Entscheidung klar: Finger weg, wenn die Lunge noch gesund ist. Der einzige Gewinner beim Vapen ist die Tabakindustrie, die eine neue, scheinbar harmlose Einnahmequelle gefunden hat.
Doch auch E-Zigaretten ohne Nikotin sind nicht risikofrei, wie aktuelle Untersuchungen zeigen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen E-Zigarette und Vape?
Im Alltag werden die Begriffe synonym verwendet. Technisch ist eine E-Zigarette ein Gerät, das Liquid erhitzt, während „Vape“ oft für größere, wiederbefüllbare Geräte oder Einweg-Produkte steht. Die gesundheitlichen Risiken sind vergleichbar.
Sind Vapes während der Schwangerschaft schädlich?
Ja. Nikotin schädigt die Plazenta und kann das ungeborene Kind in seiner Entwicklung beeinträchtigen. Auch nikotinfreie Vapes enthalten Schadstoffe, die in der Schwangerschaft vermieden werden sollten.
Kann man durch Dampfen von E-Zigaretten passiv rauchen?
Ja. Das Aerosol enthält Nikotin und Schadstoffe, die in der Luft verbleiben. Studien zeigen, dass Passivdampfer erhöhte Nikotinwerte im Urin aufweisen (Lungeninformationsdienst (Fachportal des Helmholtz Zentrums München)).
Machen nikotinfreie Vapes süchtig?
Nikotinfreie Vapes enthalten kein Nikotin, können aber durch Gewohnheit und psychologische Abhängigkeit süchtig machen. Hinzu kommt, dass viele Nutzer irgendwann zu nikotinhaltigen Liquids greifen.
Welche gesetzlichen Regelungen gelten für Vapes in Deutschland?
Der Verkauf von E-Zigaretten und Liquids ist an Personen ab 18 Jahren erlaubt. Nikotinhaltige Liquids dürfen maximal 20 mg/ml enthalten. Aromen sind derzeit nicht verboten, aber die EU-Kommission prüft ein Verbot.
Sind Vapes mit Vitaminen oder Koffein gesundheitsschädlich?
Ja. Die Zugabe von Vitaminen oder Koffein in Liquids ist nicht reguliert und kann beim Erhitzen toxische Verbindungen bilden. Es gibt keine Studie, die einen gesundheitlichen Nutzen belegt (DocMorris (Apotheken- und Gesundheitsportal)).
Wie erkenne ich gefälschte oder minderwertige Liquids?
Achten Sie auf Herstellerangaben, Prüfsiegel und die Zusammensetzung. Originalverpackte Liquids von bekannten Marken sind vertrauenswürdig. Liquids von dubiosen Online-Shops oder ohne Deklaration sollten gemieden werden.
Bestätigte Fakten
- Vapes enthalten schädliche Substanzen und reizen die Atemwege
- Vapes können Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen verursachen
- Nikotin macht abhängig
- Oxidativer Stress wurde in mehreren Studien belegt
Was unklar ist
- Langzeitfolgen nach Jahren des Konsums sind nicht vollständig erforscht
- Ob nikotinfreie Vapes tatsächlich harmlos sind
- Ob E-Zigaretten langfristig Krebs auslösen



