
Erst war Fabian aus Güstrow einfach nur verschwunden – kein Lebenszeichen, nur die bange Hoffnung von Familie und Nachbarn. Die Wahrheit, die sich später offenbarte, erschütterte Mecklenburg-Vorpommern: Der Achtjährige wurde nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ermordet, und die Tat soll die 30-jährige Gina H. begangen haben, die bis dahin in der Region durch ihr Engagement im Reitsport bekannt war.
Angeklagte: Gina H. · Opfer: Fabian (acht Jahre) · Prozessort: Rostock · Prozessbeginn: Ende April
Kurzüberblick
- Gina H. wird Mord an achtjährigem Fabian vorgeworfen (NDR (Landesfunkhaus MV))
- Die Tat soll am 10. Oktober 2025 geschehen sein (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin))
- Gina H. war vier Jahre lang Lebensgefährtin von Fabians Vater (tagesschau (ARD-Nachrichten))
- Leichenfundort ist ein Tümpel bei Klein Upahl (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin))
- Das genaue Motiv der Tat ist nicht abschließend geklärt
- Ob ein Geständnis vorliegt, ist nicht öffentlich bekannt
- Die Rolle einer möglichen Freundin Fabians bleibt spekulativ
- Die psychische Verfassung der Angeklagten wird noch gutachterlich bewertet
- August 2025: Trennung des Vaters von Gina H. (tagesschau (ARD-Nachrichten))
- 10. Oktober 2025: mutmaßlicher Tattag (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin))
- Anfang November 2025: Festnahme (RTL (Privatsender))
- Ende April 2026: Prozessbeginn in Rostock (NDR (Landesfunkhaus MV))
- Fortsetzung der Hauptverhandlung vor dem Landgericht Rostock
- Einvernahme weiterer Zeugen und Sachverständiger
- Rechtliche Prüfung des Mordmerkmals Heimtücke
- Mögliches Urteil im Sommer 2026 erwartet
Sechs zentrale Fakten auf einen Blick – sie zeigen die Härte des Tatvorwurfs und die Beweiskette, die die Staatsanwaltschaft aufgebaut hat.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Angeklagte | Gina H. |
| Opfer | Fabian (acht Jahre) |
| Fundort | Tümpel bei Klein Upahl |
| Prozessort | Landgericht Rostock |
| Prozessbeginn | Ende April 2026 |
| Anklage | Mord (heimtückisch, aus niedrigen Beweggründen) |
Was diese Eckdaten bedeuten: Der Fall vereint ein besonders junges Opfer, eine Angeklagte mit engem Familienbezug und eine Tat, die laut Anklage mit großer Brutalität ausgeführt wurde.
Wann hat Gina H. Fabian gefunden?
Die genauen Umstände des Fundes
- Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lockte Gina H. den Jungen am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Die Leiche wurde erst Wochen später, Anfang November 2025, an einem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- Ein Bekannter von Gina H. hatte die Polizei zu dem Gewässer geführt, nachdem Gina H. ihn zuvor dorthin gelenkt hatte (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
Dieselbe Frau, die der Öffentlichkeit als zurückhaltende Reiterin bekannt war, soll den Fundort der Leiche gezielt gesteuert haben – ein Verhalten, das laut Ermittlern „kaum Empathie“ erkennen ließ (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
Zeitlicher Ablauf der Ereignisse
- August 2025: Trennung des Vaters von Gina H. (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
- 10. Oktober 2025: Mutmaßliche Tat – Fabian wird aus der Wohnung der Mutter gelockt (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- Anfang November 2025: Leichenfund und Festnahme der Angeklagten (RTL (Privatsender)).
- 7. November 2025: Untersuchungshaft angeordnet (NDR (Landesfunkhaus MV)).
Die Implikation: Zwischen Verschwinden und Leichenfund liegen Wochen – Zeit, in der die Angeklagte nach Darstellung der Staatsanwaltschaft versuchte, Spuren zu verwischen.
Wer ist Gina im Fall Fabian?
Biografie von Gina Hanauer
- Gina H. wuchs nach dem Tod ihrer Mutter bei den Großeltern in Güstrow auf; der Vater spielte keine Rolle in ihrem Leben (Focus (Nachrichtenmagazin)).
- Sie war in der regionalen Reitsport-Szene aktiv und galt als ambitionierte Reiterin (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- Eine Nachbarin beschrieb sie als „sehr ruhig“ und unauffällig (Merkur (Regionalzeitung)).
Verbindung zum Opfer Fabian
- Gina H. war von 2021 bis August 2025 die Lebensgefährtin von Fabians Vater (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
- Sie lebte zeitweise mit dem Vater und Fabian in einem Haushalt in Güstrow (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Nach der Trennung im August 2025 soll Gina H. den Wunsch gehabt haben, die Beziehung zum Vater wiederherzustellen (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
Reitsport-Karriere
- Gina H. war mehrfach bei regionalen Turnieren in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- Bekannte beschreiben sie als pferdebegeistert und ehrgeizig im Dressur- und Springreiten (Focus (Nachrichtenmagazin)).
Eine Frau, die in der ländlichen Reitsport-Szene verwurzelt war, steht plötzlich wegen eines Kapitalverbrechens vor Gericht – der soziale Abstieg ist radikal, das Bild der „unauffälligen Nachbarin“ zerbricht mit jeder neuen Enthüllung im Prozess.
Was ist aus dem Mordfall Fabian geworden?
Aktueller Stand des Verfahrens
- Der Prozess begann Ende April 2026 vor dem Landgericht Rostock (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Das Gericht hat bislang zehn Verhandlungstage angesetzt; ein Urteil wird im Sommer 2026 erwartet.
Prozessbeginn in Rostock
- Der Prozess fand unter großer Medienaufmerksamkeit statt – mehrere überregionale Sender und Zeitungen berichteten vom ersten Verhandlungstag (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
- Die Angeklagte erschien zu Prozessbeginn mit einem Anwaltsteam und äußerte sich nicht zur Sache (RTL (Privatsender)).
Öffentliche Reaktionen
- Der Fall löste in Güstrow und Umgebung Fassungslosigkeit aus – besonders weil die Angeklagte im Ort bekannt war.
- In sozialen Medien wurde die Frage laut, ob Gina H. sich zu den Vorwürfen äußern werde (Punkt12 (Facebook-Seite)).
- Die Familie des Opfers bat um Diskretion und eine faire Verhandlung.
Was auffällt: Der Prozess sprengt den lokalen Rahmen – er ist zum Symbol für die Frage geworden, wie gut man einen Menschen wirklich kennt, der im eigenen Umfeld lebt.
Wie alt war der vermisste Fabian?
Alter und persönliche Daten des Opfers
- Fabian war zum Zeitpunkt seines Verschwindens acht Jahre alt (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Er lebte bei seiner Mutter in Güstrow und besuchte die dritte Klasse einer örtlichen Grundschule (Merkur (Regionalzeitung)).
- Der Junge war bei Nachbarn und Lehrern als ruhiges, freundliches Kind bekannt.
Vermisstenmeldung
- Fabian wurde am Abend des 10. Oktober 2025 als vermisst gemeldet, nachdem er nicht von einem Freund nach Hause zurückgekehrt war (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- Die Polizei leitete sofort eine großangelegte Suche ein – ohne Erfolg. Erst Wochen später führte die Spur zu dem Tümpel bei Klein Upahl (Focus (Nachrichtenmagazin)).
Ein achtjähriges Kind ist besonders schutzbedürftig – das Gesetz sieht für Taten gegen Minderjährige daher verschärfte Strafrahmen vor. Das Mordmerkmal der Heimtücke kann bei einem derart jungen Opfer in der Regel leichter begründet werden als bei einem Erwachsenen.
Wer war Fabians Freundin?
Identität der Freundin
- Im Umfeld des Opfers kursierte der Name einer gleichaltrigen Freundin aus der Nachbarschaft – die Polizei hat diese Person befragt, ihre Identität aber nicht öffentlich gemacht.
- Die Rolle der Freundin ist unklar: Sie könnte lediglich eine Spielkameradin gewesen sein oder aber eine Schlüsselfigur im Tagesablauf des Jungen am Tattag.
Beziehung zum Opfer
- Nachbarn berichten, dass Fabian die Freundin regelmäßig nach der Schule traf – ein normales soziales Netz für ein Kind seines Alters.
- Die Staatsanwaltschaft hat bislang keine Hinweise veröffentlicht, die eine Verbindung zwischen der Freundin und der Tat belegen.
Mögliche Verbindung zur Tat
- Bislang gibt es keine öffentlich bekannten Beweise, die eine direkte Verwicklung der Freundin in das Geschehen nahelegen.
- Spekulationen in sozialen Medien, die Freundin könnte etwas mit dem Verschwinden zu tun haben, wurden von den Ermittlungsbehörden nicht bestätigt.
Das Fazit: Die „Freundin“ des Opfers spielt in der öffentlichen Wahrnehmung eine größere Rolle als in der Akte der Staatsanwaltschaft – ein Beispiel dafür, wie schnell aus einem marginalen Detail eine Spekulation wird.
War der Fundort der Leiche auch der Tatort?
Ermittlungsergebnisse zum Fundort
- Die Ermittler gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass der Tümpel bei Klein Upahl nicht nur der Ort des Leichenfundes, sondern auch der Tatort war (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- An einem nahegelegenen Holzpaletten-Stück und einer Plastiktüte wurden DNA-Spuren gesichert, die laut Focus (Nachrichtenmagazin) dem Opfer zugeordnet werden können.
- Der Tümpel liegt direkt an einer kleinen Straße und ist von dort aus einsehbar – was die These eines spontanen Tatorts stützt (Focus (Nachrichtenmagazin)).
Bedeutung für den Prozess
- Wenn der Fundort tatsächlich der Tatort ist, entfällt die Möglichkeit der Verteidigung, die Leiche sei erst später dorthin verbracht worden.
- Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage maßgeblich auf dieThese, dass Gina H. den Jungen am Tümpel mit einem zehn Zentimeter langen Messer attackierte und ihm mindestens sechs Stiche in den Oberkörper versetzte, zwei davon ins Herz (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Die Leiche soll anschließend verbrannt worden sein – ein weiteres Indiz für die Sorgfalt, mit der die Angeklagte nach Ansicht der Anklage Spuren beseitigen wollte (NDR (Landesfunkhaus MV)).
Für die Anklage ist die Gleichsetzung von Tatort und Fundort der Schlüssel: Sie erlaubt eine geschlossene Beweiskette vom Locken des Opfers bis zur Spurenbeseitigung – und nimmt der Verteidigung die Option, auf einen unbekannten Dritten als Täter zu verweisen.
Zeitleiste: Der Fall Fabian
- 2021 – August 2025: Gina H. ist Lebensgefährtin von Fabians Vater (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
- August 2025: Der Vater trennt sich von Gina H. (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
- 10. Oktober 2025: Mutmaßlicher Tattag – Fabian wird aus der Wohnung der Mutter gelockt (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- Oktober/November 2025: Fabians Vater teilt Bekannten mit, Gina H. habe die Tat begangen – noch bevor die Leiche gefunden wurde (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
- Anfang November 2025: Polizei findet die Leiche am Tümpel bei Klein Upahl; Gina H. wird festgenommen (RTL (Privatsender)).
- 7. November 2025: Untersuchungshaft angeordnet (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Ende April 2026: Prozessbeginn am Landgericht Rostock (NDR (Landesfunkhaus MV)).
Was diese Chronologie zeigt: Vom Beziehungsende bis zur Festnahme vergingen nur etwa drei Monate – eine rasche Eskalation, die für eine impulsive Tat sprechen könnte.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Gina H. steht wegen Mordes an Fabian vor dem Landgericht Rostock (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Die Tat geschah laut Anklage am 10. Oktober 2025 (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- Fabian war acht Jahre alt (NDR (Landesfunkhaus MV)).
- Gina H. war vier Jahre Lebensgefährtin von Fabians Vater (tagesschau (ARD-Nachrichten)).
- Der Fundort ist ein Tümpel bei Klein Upahl (Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)).
- DNA-Spuren an Holz und Plastiktüte wurden gesichert (Focus (Nachrichtenmagazin)).
Was unklar bleibt
- Das genaue Motiv der Tat – die Beziehung zum Vater ist eine Hypothese, aber nicht belegt.
- Ob ein Geständnis abgelegt wurde oder ob die Angeklagte schweigt.
- Die Identität und Rolle einer möglichen Freundin des Opfers.
- Wie die psychologische Begutachtung der Angeklagten ausfällt.
Stimmen zum Fall
„Gina H. zeigte laut Ermittlern kaum Empathie.“
– Der Spiegel (Nachrichtenmagazin) über den Eindruck der Polizei von der Angeklagten
„Die Frage, ob Gina H. jetzt zu den Vorwürfen spricht, beschäftigt die Öffentlichkeit.“
– Punkt12 (Social-Media-Plattform) in einem Beitrag zur Prozesseröffnung
„Der Vater des Jungen hatte schon vor dem Leichenfund Bekannten gesagt, dass Gina H. die Tat begangen habe.“
– tagesschau (ARD-Nachrichten)
„Eine Nachbarin beschrieb die Angeklagte als sehr ruhig und unauffällig – das Bild einer ganz normalen jungen Frau.“
Der Tenor der Stimmen: Die Angeklagte wird als emotional kühl beschrieben, während ihr Umfeld sie als unauffällig kannte – ein Kontrast, der die Fassungslosigkeit in Güstrow erklärt.
Der Fall Fabian ist noch nicht abgeschlossen – aber die Richtung ist klar. Die Staatsanwaltschaft hat eine detaillierte Anklage vorgelegt, die von einem geplanten, heimtückischen Mord ausgeht. Die Verteidigung wird in den kommenden Monaten versuchen, diese Kette zu durchbrechen. Für die Familie des Opfers steht eines fest: Die Wahrheit muss ans Licht, damit Fabian nicht vergessen wird. Für die Öffentlichkeit in Güstrow und ganz Mecklenburg-Vorpommern bleibt die Frage, wie eine junge Frau, die im Reitsport verwurzelt war und als ruhig galt, zu einer solchen Tat fähig gewesen sein soll – oder ob das Verfahren am Ende ein anderes Bild zeigt.
tagesschau.de, youtube.com, fr.de, tagesschau.de, spiegel.de, nordkurier.de, bild.de
Weitere Hintergründe zu Gina Hanauer finden sich in einer ausführlichen Analyse des Falls.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Gina Hanauer?
Gina H. ist 30 Jahre alt (NDR (Landesfunkhaus MV)).
Hat Gina Hanauer Kinder?
Nach öffentlich zugänglichen Informationen der Berichterstattung hat Gina H. keine eigenen Kinder. Sie war jedoch mehrere Jahre die Lebensgefährtin von Fabians Vater und lebte zeitweise mit Fabian in einem Haushalt.
Wurde Gina Hanauer verurteilt?
Nein, das Verfahren läuft noch. Der Prozess begann Ende April 2026 vor dem Landgericht Rostock. Ein Urteil wird im Sommer 2026 erwartet. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Was ist die Höchststrafe bei Mord in Deutschland?
Mord wird nach § 211 StGB mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft. Bei besonderer Schwere der Schuld kann die Aussetzung der Reststrafe nach 15 Jahren ausgeschlossen werden – faktisch eine lebenslange Haft ohne vorzeitige Entlassung.
Gibt es ein Geständnis von Gina Hanauer?
Darüber wurde bislang nichts bekannt. Die Angeklagte hat sich zu Prozessbeginn nicht zur Sache geäußert (RTL (Privatsender)).
Wie reagiert die Familie des Opfers auf den Prozess?
Die Familie hat um Diskretion gebeten und äußert sich nicht öffentlich zum Verfahren. Sie wird durch einen Nebenklage-Anwalt vertreten.
Kann man den Prozess live verfolgen?
Der Prozess findet vor dem Landgericht Rostock statt. In Deutschland gilt der Grundsatz der Öffentlichkeit – Interessierte können als Zuschauer an der Verhandlung teilnehmen, solange Platz vorhanden ist. Die Presse berichtet regelmäßig.
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