
Wer in Deutschland einen Beamtenjob oder eine Stelle im Agentur für Arbeit Jobs im öffentlichen Dienst anstrebt, stößt früher oder später auf den Begriff Referent. Die Rolle klingt vage – und das ist sie oft auch. Je nach Behörde, Branche oder Arbeitgeber kann die Stelle etwas völlig anderes bedeuten.
Typische Branche: Öffentlicher Dienst und Verwaltung · Hauptaufgaben: Recherche, Koordination, Vorbereitung · Ansprechpartner: Intern und extern · Gehaltsbeispiel: bis 7000 € brutto · Quellen: Wikipedia, FAZ, Destatis
Kurzüberblick
- Referenten übernehmen festgelegte Aufgabenbereiche wie Analyse, Beratung und Konzeptentwicklung (Mein Studium Karriere)
- Tarifangestellte werden in E13 bis E15 eingruppiert, Beamte in A13 bis A16 (Indeed)
- Bund: E13 Stufe 1 liegt bei 4628,76 € monatlich (Stand 2024) (academics)
- Exakte Durchschnittsgehälter variieren je nach Quelle stark (4.800 € bis 5.733 € monatlich) (academics)
- Jobs in Schule und Kirche folgen anderen Gehaltslogiken als Behörden (MyStipendium)
- Aktuelle Tariftabellen für 2025/2026 noch nicht durchgängig verfügbar (Mein Studium Karriere)
- Karrierepfad führt oft zum Referatsleiter (A16 möglich) (Mein Studium Karriere)
- Spezialisierungen in Bereichen wie ÖPNV, Forschung oder Geschäftsführung werden rarer (Mein Studium Karriere)
- Privatwirtschaft bietet Einstiegsgehälter von 37.000–40.000 €, mit Erfahrung bis 100.000 € (Mein Studium Karriere)
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Berufsrolle | Ansprechpartner und Experte |
| Hauptbranchen | Verwaltung, Wirtschaft |
| Schlüsselkompetenzen | Recherche, Koordination |
| Gehaltsrahmen | Variabel, bis 7000 € brutto |
Was macht man als Referent?
Ein Referent im öffentlichen Dienst ist kein Allrounder – sondern ein Experte mit klar definiertem Aufgabenfeld. Die Stelle bringt Verantwortung für ein bestimmtes Themengebiet mit sich, innerhalb dessen der Referent eigenständig arbeitet und Entscheidungen vorbereitet. Laut dem Indeed Karriere-Guide gehören Analyse, Evaluierung, Gutachtenerstellung und Beratung zu den Kernaufgaben. Hinzu kommen Konzeptentwicklung, Organisation von Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.
Analytische Aufgaben
Die analytische Arbeit bildet das Rückgrat der Referententätigkeit. Dazu gehört das Sammeln und Auswerten von Daten, das Erstellen von Berichten und das Bewerten von Gesetzentwürfen oder politischen Vorhaben. In Bundesministerien heißen die Amtsbezeichnungen entsprechend Regierungsrat, Oberregierungsrat oder Regierungsdirektor – je nach Erfahrung und Besoldungsstufe.
Koordinierende Rollen
Koordination ist ein weiterer Schwerpunkt. Referenten planen Arbeitsabläufe, steuern Projekte und vertreten ihre Behörde in Fachgremien sowie bei Veranstaltungen. Die Rolle erfordert ein hohes Maß an Organisation, weil oft mehrere Parallelprojekte laufen und unterschiedliche Abteilungen zusammenarbeiten müssen.
Ansprechpartner-Funktion
Als fester Ansprechpartner für bestimmte Themenbereiche stehen Referenten sowohl internen Kollegen als auch externen Partnern zur Verfügung. Diese Schnittstellenfunktion erfordert kommunikative Stärke und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten.
Wie viel verdient man als Referent?
Das Gehalt eines Referenten hängt stark davon ab, ob man Tarifangestellter oder Beamter ist, welcher Tarifvertrag gilt und wie viele Berufsjahre man vorweisen kann. Laut academics.de liegt das monatliche Bruttogehalt 2024 zwischen 4628,76 Euro (E13, Stufe 1) und 8686,69 Euro (E15, Stufe 6) beim TVöD VKA für Kommunen.
Gehalt in Deutschland
Für Bundesbeamte gelten eigene Besoldungstabellen. Die Bundesbesoldung A13 beginnt bei 5046,30 € monatlich (Stufe 1, Stand März 2024), während A16 in Stufe 8 bei 8716,97 € liegt. Tarifangestellte im Bund verdienen nach TVöD Bund etwas niedriger: E13 Stufe 1 beträgt 4628,76 € monatlich, in Stufe 6 dann 7748,20 €.
Wer verbeamtet wird, startet meist höher als ein Tarifangestellter in gleicher Stufe – Beamte erhalten zusätzlich jährliche Sonderzahlungen und haben Anspruch auf Beihilfe bei Krankheitskosten.
Einflussfaktoren
Mehrere Faktoren beeinflussen die Endstufe: Berufserfahrung, formaler Bildungsabschluss und die konkrete Entgeltgruppe. Forschungsreferenten an Universitäten liegen typischerweise bei E13 mit Jahresgehältern von 52.000 bis 75.000 Euro. Die automatische Gehaltsteigerung bringt nach sechs Jahren etwa 1000 € mehr im Monat in der E13-Gruppe.
Vergleich 7000 € brutto
7000 € brutto monatlich ist für Referenten im öffentlichen Dienst ein realistisches Ziel – allerdings meist nur in höheren Entgeltgruppen und mit vielen Berufsjahren. Zum Vergleich: StepStone prognostiziert für 2026 einen Branchendurchschnitt von 57.300 € jährlich, was knapp 4775 € monatlich entspricht. Die 7000 €-Marke wird häufig erst in A15/A16 oder E14/E15 mit Stufe 6+ erreicht.
München liegt beim Gehalt deutlich über dem Bundesschnitt: Der durchschnittliche Jahresverdienst beträgt dort 62.400 € (laut Kununu-Daten für den öffentlichen Dienst, basierend auf zwei Meldungen).
Privatwirtschaft vs. öffentlicher Dienst
Der Einstieg fällt im öffentlichen Dienst höher aus als in der Privatwirtschaft: bis 50.000 € jährlich im ÖD gegenüber 37.000–40.000 € bei Neueinsteigern in Unternehmen. Mit wachsender Erfahrung ohne Personalverantwortung sind bis zu 75.000 € möglich, in der Privatwirtschaft sogar bis 100.000 € bei vergleichbarer Qualifikation.
Was versteht man unter Referent?
Der Begriff Referent kommt vom lateinischen „referre“ (zurückbringen, berichten) und bezeichnete ursprünglich jemanden, der einen mündlichen Bericht erstattete. In der modernen Verwendung hat sich die Bedeutung erweitert: Ein Referent ist heute ein Mitarbeiter mit Expertenstatus, der für ein klar umrissenes Aufgabenfeld verantwortlich zeichnet.
Allgemeine Definition
Im beruflichen Kontext beschreibt „Referent“ eine Position, in der eine Person ihr Fachwissen zur Verfügung stellt und eigenständig Analysen, Beratungen oder Konzepte erarbeitet. Die Rolle existiert sowohl im öffentlichen Dienst als auch in Unternehmen – dort oft als Referent der Geschäftsführung oder als Spezialreferent in Bereichen wie Forschung oder ÖPNV.
Linguistische Bedeutung
Im Englischen übersetzt man Referent oft als „advisor“, „consultant“ oder im wissenschaftlichen Kontext als „speaker“. Im akademischen Umfeld kann „Referent“ auch die Rolle eines Prüfers oder Betreuers bezeichnen. Die genaue Übersetzung hängt vom Kontext ab – ein Kirchenreferent arbeitet anders als ein Referent in einem Ministerium.
Berufliche Rolle
Die Gemeinsamkeit aller Referenten-Varianten liegt in der Funktion: Expertenwissen bereitstellen, festgelegte Aufgabenbereiche eigenverantwortlich bearbeiten und als interne/externe Ansprechpartner fungieren. In Behörden sind Referenten oft die inhaltlichen Entscheidungsvorbereiter, die Vorlagen für Vorgesetzte oder politische Entscheidungsträger erstellen.
Was braucht man, um Referent zu werden?
Die Voraussetzungen für eine Stelle als Referent sind anspruchsvoll, aber klar definiert. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium ist in der Regel Pflicht, oft verbunden mit mehrjähriger Berufserfahrung im entsprechenden Fachgebiet.
Ausbildung
Die klassische Ausbildung besteht aus einem Hochschulabschluss (Bachelor oder Master), gefolgt von praktischer Erfahrung im Berufsfeld. Für den öffentlichen Dienst kommen je nach Behörde spezifische Anforderungen hinzu – etwa Kenntnisse im Verwaltungsrecht oder in bestimmten Fachgebieten wie MINT-Disziplinen. Wer verbeamtet werden möchte, muss zusätzlich die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen.
Fähigkeiten
Zu den Schlüsselkompetenzen gehören analytisches Denkvermögen, eine professionelle Ausdrucksweise in Wort und Schrift sowie organisatorische Fähigkeiten. Koordinationskenntnisse sind essenziell, weil Referenten oft zwischen verschiedenen Abteilungen oder externen Partnern vermitteln müssen. Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte auf den Punkt zu bringen, runden das Profil ab.
Erfahrung
Berufserfahrung wird je nach Position unterschiedlich gewichtet. Für Einstiegsstellen (E13/Anfangsstufen) reichen oft zwei bis drei Jahre Berufspraxis. Für höhere Entgeltgruppen oder Beamtenstellen ab A14/A15 werden mehrere Jahre einschlägige Erfahrung im Themengebiet erwartet. Spezialisierungen – etwa als Forschungsreferent an Unis oder als ÖPNV-Referent – erfordern oft branchenspezifisches Vorwissen.
Was ist ein Referent im öffentlichen Dienst?
Im öffentlichen Dienst hat der Begriff Referent eine besondere Bedeutung. Hier bezeichnet die Stelle eine Beamten- oder Tarifstelle mit festem Aufgabenbereich, die der fachlichen Steuerung und Koordination dient. Die Besoldung folgt festen Regeln, die je nach Dienstherr variieren.
Rolle in Behörden
In Behörden sind Referenten die inhaltlichen Spezialisten, die Analysen erstellen, Beschlussvorlagen erarbeiten und Fachabteilungen koordinieren. Die Stelle ist hierarchisch unter dem Referatsleiter angesiedelt, der selbst oft als Referent mit Führungsverantwortung agiert. In Kommunen wird die Rolle häufig über den TVöD VKA abgerechnet, in Landesbehörden über den TV-L.
Geschäftsführung
In der Wirtschaft werden Referenten der Geschäftsführung oft als Stabsstelle eingesetzt. Sie bereiten Entscheidungen des Managements vor, koordinieren bereichsübergreifende Projekte und sind als Sparringspartner für die Geschäftsführung tätig. Die Bezahlung orientiert sich hier nicht an Tarifverträgen, sondern wird individuell vereinbart – liegt aber oft über den öffentlichen Gehältern.
Andere Bereiche
Auch außerhalb von Behörden und Unternehmen existieren Referentenstellen: an Universitäten (Forschungsreferenten), in der Kirche oder im Schulwesen. Diese Varianten folgen eigenen Vergütungslogiken – kirchliche Träger zahlen oft nach eigenen Tabellen, Schulreferenten sind Beamte im Vorbereitungsdienst mit anderen Karrierepfaden.
Die Vielfalt der Referentenrollen zeigt sich auch in der Bezahlung: Je nach Arbeitgeber und Tarifvertrag können die Gehaltsunterschiede mehrere hundert Euro monatlich ausmachen.
Upsides
- Sicherer Arbeitsplatz mit klarer Gehaltsentwicklung
- Umfangreiche Sozialleistungen und Beamtenversorgung
- Klar definierte Aufgabenbereiche und Eigenverantwortung
- Karrierepfad bis A16 (Referatsleiter) möglich
- Regionale Varianten ermöglichen Spezialisierung
Downsides
- Gehaltseinbußen gegenüber Privatwirtschaft im Einstieg
- Tarifgebundene Gehaltsgrenzen schränken Verhandlung ein
- Langsamere Gehaltsentwicklung als in spezialisierten Branchen
- Regionale Abweichungen (Ost-West, Hessen-Sonderweg) erschweren Vergleichbarkeit
- Beamtenstatus an Auflagen gebunden
Stimmen zum Beruf
Referent*innen im öffentlichen Dienst erhalten ein monatliches Bruttogehalt zwischen 4000 € (E13, Stufe 1) und 8000 € (A16).
Ein Referent wird auf Stellen mit festgelegten Aufgabenbereichen tätig – die Rolle erfordert tiefes Fachwissen und die Fähigkeit, komplexe Themen aufzubereiten.
— Mein Studium Karriere
Das monatliche Bruttogehalt liegt 2024 zwischen 4628,76 Euro (E13, Stufe 1) und 8686,69 Euro (E15, Stufe 6).
Welche Tarifverträge gelten für Referenten?
Drei wesentliche Tarifverträge prägen die Bezahlung von Referenten im öffentlichen Dienst: der TVöD VKA gilt für Kommunen, der TV-L für die Länder (bundesweit außer Hessen) und der TVöD Bund für Bundesbehörden. Hessen hat mit dem TV-H einen eigenen Vertrag, orientiert sich aber am TV-L.
| Tarifvertrag | Geltungsbereich | E13 Stufe 1 (2024) |
|---|---|---|
| TVöD VKA | Kommunen | 4628,76 € monatlich |
| TV-L | Länder (außer Hessen) | 4188,38 € monatlich |
| TVöD Bund | Bundesbehörden | 4628,76 € monatlich |
| TV-H | Hessen | orientiert sich am TV-L |
Drei Tarifverträge, drei Regionen: Die Gehaltsunterschiede zeigen sich besonders deutlich beim E13-Einstieg. Wer in einer Landesbehörde arbeitet, verdient deutlich weniger als sein Pendant beim Bund oder in einer Kommune – ein Faktor, der bei der Stellensuche berücksichtigt werden sollte.
Unterschiede zwischen Tarifangestellten und Beamten
Die Wahl zwischen Verbeamtung und Tarifangestelltenverhältnis hat erhebliche Auswirkungen auf Gehalt, Sozialleistungen und Karriereoptionen. Bundesbeamte erhalten in A13 (Stufe 1) 5046,30 € monatlich – rund 418 € mehr als Tarifangestellte in E13 beim Bund. Der Abstand wächst mit höheren Stufen: In A16 (Stufe 8) liegen verbeamtete Referenten bei 8716,97 €.
Die Verbeamtung lohnt sich besonders für Langzeitkarrieren im öffentlichen Dienst. Beamte erhalten keine Sozialversicherungsbeiträge (keine Rentenversicherung, keine Arbeitslosenversicherung), profitieren aber von der Beihilfe bei Krankheitskosten und einem eigenständigen Versorgungssystem.
Die Verbeamtung bietet langfristig finanzielle Vorteile durch stabile Gehaltsentwicklung und bessere Sozialleistungen im Alter.
Der anspruchsvolle Beruf des Referenten wird in einem detaillierter Überblick auf Weltbriefingmit Fokus auf öffentlichen Dienst und Praxisbeispiele präzise erläutert.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Referent auf Englisch?
Auf Englisch übersetzt man Referent je nach Kontext als „advisor“, „consultant“, „specialist“ oder im wissenschaftlichen Kontext als „speaker“. Für einen Referenten im öffentlichen Dienst verwendet man oft „civil servant advisor“ oder „government advisor“.
Was heißt Referent auf Deutsch?
Das Wort „Referent“ stammt vom lateinischen „referre“ (berichten). Im modernen Sprachgebrauch bezeichnet es eine Person, die ihr Fachwissen in einem bestimmten Bereich zur Verfügung stellt und eigenständig Analysen oder Konzepte erarbeitet.
Sind 7000 € brutto ein gutes Gehalt für Referenten?
Ja, 7000 € brutto monatlich liegt über dem Branchendurchschnitt von rund 4800–5700 € und ist für die meisten Referenten erst in höheren Entgeltgruppen (E15, A15/A16) mit vielen Berufsjahren erreichbar. Für Berufseinsteiger sind 7000 € unrealistic.
Was ist ein Referent der Geschäftsführung?
Ein Referent der Geschäftsführung ist eine Stabsstelle, die Entscheidungen des Managements vorbereitet und bereichsübergreifende Projekte koordiniert. Die Bezahlung orientiert sich nicht an Tarifverträgen, sondern wird individuell vereinbart – liegt aber oft über den öffentlichen Gehältern.
Was ist ein Referent in der Kirche?
Kirchliche Referenten arbeiten bei kirchlichen Trägern oder in der kirchlichen Verwaltung und beschäftigen sich mit Seelsorge, Gemeindearbeit oder kirchlicher Organisation. Die Bezahlung folgt oft kirchlichen Arbeitsvertragsregelungen (AVR) und nicht den öffentlichen Tarifverträgen.
Was ist ein Referent in der Schule?
Im schulischen Kontext ist ein Referent oft ein Beamter im Vorbereitungsdienst (Referendar), der sich auf das Lehramt vorbereitet. Nach der Ausbildung heißen die entsprechenden Beamten „Studienrat“ (A13/A14). Die Bezahlung folgt der Landesbesoldung.
Wie übersetzt man Referent?
Die Übersetzung hängt vom Kontext ab: Im öffentlichen Dienst verwendet man „advisor“ oder „specialist“, in der Geschäftswelt „executive assistant“ oder „chief of staff“, im akademischen Umfeld „lecturer“ oder „research associate“.


